Presse
10.11.2011, 15:26 Uhr
Justizministerin Uta-Maria Kuder enthüllt gemeinsam mit dem polnischen Marschall Barlach-Skulptur „Mutter Erde“ und lobt freundschaftliche Zusammenarbeit mit Polen!
Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) hält Grußwort anlässlich der Festveranstaltung der Präsentation des Landes Mecklenburg-Vorpommern in der Wojewodschaft Westpommern in Stettin
Es gilt das gesprochene Wort!
 
Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) heute in Stettin: „Für die Landesregierung hat die Entwicklung der Nachbarschaft und Freundschaft mit unseren polnischen Partner-Wojewodschaften einen hohen Rang. Dieser hohe Rang wird deutlich in den gegenseitigen Präsentationen, die wir schon das 14. Mal gemeinsam veranstalten. Sie sind Aushängeschild und Spiegel unserer besonderen nachbarschaftlichen Beziehungen.“
„Das Jahr 2011 geht langsam zu Ende – für die Nachbarschaft und Freundschaft mit den polnischen Partner-Wojewodschaften ein farbiger Regenbogen von Projekten: bildend, kulturvoll, kreativ, wirtschaftlich interessant – das sind nur einige Stichworte,“ so die Ministerin weiter. „Der Bogen spannt sich vom Frühjahr mit Thema „Arbeitnehmerfreizügigkeit“ bis in diese Tage zur Preisverleihung von „Pomerania nostra“ an den Greifswalder Verein „polenmARkT“ und zum binationalen Filmfestival „dokumentART“, das Neubrandenburg und Stettin verbindet.“
 
Justizministerin Uta-Maria Kuder: „Heute erleben wir einen besonderen Höhepunkt: Die Enthüllung der Barlach-Skulptur „Mutter Erde“ (Nachbildung) auf dem Zentralfriedhof und die Eröffnung der zweiten Barlach-Ausstellung hier in Stettin. Die genannten Bespiele zeigen: Nach 20-jähriger Partnerschaftsbeziehung zwischen Westpommern und Mecklenburg-Vorpommern geht es nicht mehr so sehr um das Kennenlernen des Nachbarn.“
 
„Immer mehr geht es um die Entdeckung von Gemeinsamkeiten und Verbindungen und um die Lösung aktueller Fragen und Themen. Wie können wir Chancen für die Zukunft gemeinsam und besser nutzen, Potentiale besser erschließen? Wie können wir die Bedingungen für Leben und Arbeit in der Grenzregion verbessern? Vor allem: Wie können wir auf beiden Seiten der Grenze noch mehr Interesse, mehr Wohlwollen und manchmal auch Leidenschaft für die andere Seite entfachen,“ fragt Ministerin Kuder.
 
Justizministerin Kuder hebt hervor: „20 Jahre gibt es den Deutsch-Polnischen Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit. 20 Jahre gibt es auch die partnerschaftliche Verbundenheit zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Westpommern. Unsere diesjährige Präsentation steht im Zeichen dieser Jubiläen. Die regionale Partnerschaftsarbeit ist ein stabiler Grundpfeiler der nationalen Nachbarschaft, der nationalen Beziehungen.“
 
„Es ist viel Gutes geschehen in 20 Jahren,“ lobt Ministerin Kuder. „Erst mit der Überwindung der totalitären Ideologien, mit dem Untergang des Kommunismus konnten wir wirklich zueinander kommen. Die Ideologien haben uns die Wege zueinander versperrt, haben Illusionen genährt und Probleme hinterlassen. Das ist – Gott sei Dank – Geschichte. Heute können wir sagen: Wir haben die wiedergewonnene Freiheit genutzt. „
 
„Aber wir dürfen nicht stehen bleiben,“ mahnt die Ministerin.
„Und wir müssen die Idee von der Verständigung und Einigung der Völker Europas tiefer verwurzeln. Wir wollen nicht, dass Misstrauen und Abneigung, dass Fanatismus und Nationalismus an die Stelle alter Ideologien treten. Wir wollen vielmehr, dass Verständnis, Vertrauen und Solidarität in Europa wachsen – gerade in der Krise und gerade in unserer Region. Und wir wollen vor allem die freundschaftlichen Beziehungen zu unserem Nachbarn Polen, zu unseren Partner-Wojewodschaften stetig vertiefen. Das haben wir in das Regierungsprogramm geschrieben.“
 
Information:
 
Konkrete Schritte stehen bevor:
 
  • Noch in der nächsten Woche wird im Nationalmuseum die nächste gemeinsame Ausstellung eröffnet - über das „goldene Zeitalter Pommerns“.
  • Im nächsten Jahr wird gemeinsam eine Ausstellung über das Thema der Nachbarschaft zwischen dem Herzogtum Pommern und dem Königreich Polen auf den Weg gebracht.
  • Schon jetzt ein Blick auf die deutsch-polnischen Medientage im Mai 2012 in Schwerin, die im Zeichen der Fußball-EM 2012 stehen werden.
Die Universität Greifswald bewirbt sich um das Zentrum für Polen-Studien.
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